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Umrüstung von Kälteanlagen - günstige Alternative zum teuren Austausch

Bereits seit Januar 2000 sind das ozonabbauende HFCKW-Kältemittel R22 (Chlordifluormethan) sowie R22-haltige Gemische für neue Klimaanlagen nicht mehr zugelassen. Seit Januar 2015 ist es außerdem verboten, bestehende Kälteanlagen im Rahmen der Instandhaltung und Wartung mit diesen Stoffen zu befüllen. Ein Weiterbetrieb der Anlagen ist prinzipiell erlaubt, solange keine Störungen auftreten. Allerdings sind Reparaturen nicht mehr gestattet, sofern dabei in den Kältekreislauf eingegriffen wird. Das gilt beispielsweise für:


  • Ölwechsel

  • Filtertrockenwechsel

  • Reparaturen von Undichtigkeiten und Weiterbetrieb der Kältenlage ohne Nachfüllen

  • Druckmessungen unter Verwendung mobiler Manometer mithilfe von Schlauchleitungen über Schraderventile

Auf lange Sicht ist ein Austausch deshalb oft unumgänglich. In einigen Fällen kann sich jedoch eine Umrüstung der Klimaanlage auf ein alternatives Kältemittel wie R32 (für private Anlagen) oder R449A (für Großanlagen) lohnen, die kein Chlor mehr enthalten. Auch die Klimaanlage mit Propan ist heute keine Seltenheit mehr.

Wann lohnt sich die Umrüstung von Kälteanlagen?

Da das Klima-Kältemittel R22 schon seit 2000 nicht mehr für den Einbau neuer Klimaanlagen zulässig ist, sind die jüngsten damit befüllten Kälteanlagen mindestens 20 Jahre alt. Mittlerweile kommen weit fortgeschrittene Technologien zum Einsatz, die einen deutlich effizienteren Umgang mit Energie ermöglichen. Verbesserte Regelungstechnik, größere Wartungsintervalle, niedrigere Instandhaltungs- und Energiekosten sowie ein erhöhter Nutzerkomfort sind nur einige Vorteile, die neue Anlagen bieten.

Mit einem Wechsel der Kältemittel kann sich nicht nur die Kälteleistung um 10 bis 20 Prozent verringern, es fallen auch Kosten an. Einerseits müssen Sie das neue Kältemittel kaufen, andererseits ist oft ein anderes Verdichteröl erforderlich. Gegebenenfalls müssen der Verdichter und die Rohrleitungen der Anlage erneuert werden.

Standardmäßig wird in R22-Anlagen Mineralöl zur Schmierung genutzt, während bei moderneren Anlagen (z. B. mit dem Kältemittel R410A) synthetische Öle zur Anwendung kommen. Mineralische und synthetische Öle vermischen sich nicht. Zudem können durch ungeeignete Rohrleitungen Ölfallen entstehen, die den Weitertransport des Öls zum Verdichter verhindern. Auch Dichtungen im Kältekreislauf erfordern in aller Regel einen Austausch, um Undichtigkeiten durch das neue Kältemittel in der Klimaanlage zu vermeiden.

Trotz dieses Aufwandes kann eine Umrüstung der Klimaanlage sinnvoller sein als ein kompletter Ersatz nur wegen des Kältemittels. Da bestehende Anlagenteile erhalten bleiben, sind die Investitionskosten geringer. Gleichzeitig werden veraltete Klimaanlagen-Komponenten durch neue Technologien ersetzt, wodurch die vorhandene Anlage auf den aktuellsten Stand kommt. Bestenfalls ist die Klimaanlage danach signifikant ökologischer.

Für einen Wechsel vom Kältemittel spricht auch, dass in den nächsten Jahren eine weitere Senkung des GWP-Wertes zu erwarten ist. So sind ab 2020 keine Klima oder Kälteneuanlagen mit einem GWP-Wert von mehr als 2.500 erlaubt. Damit fallen auch Kühlmittel für die Klimaanlage weg, die seit einigen Jahren das Kältemittel R22 ersetzen, beispielsweise R404A oder R422D. Auch in Zukunft sind weitere Änderungen zu erwarten. Jedes Mal eine neue Klimaanlage einzubauen, wäre weder aus finanzieller noch aus ökologischer Sicht sinnvoll.

Was sagt der GWP-Wert über Klimaanlagen oder Kälteanlagen aus?

Der GWP-Wert gibt das relative Treibhauspotenzial des Kühlmittels in Bezug auf Kohlenstoffdioxid an und beschreibt die Wirkung der durchschnittlichen Erwärmung über einen bestimmten Zeitraum. Meist wird eine Zeitspanne von einhundert Jahren betrachtet. Beispielsweise ist das CO2-Äquivalent für das Kühlmittel R32 für einen Zeitraum von einhundert Jahren 675. Somit trägt ein Kilogramm R32 innerhalb des ersten Jahrhunderts nach der Freisetzung 675 Mal so stark zum Treibhauseffekt bei wie ein Kilogramm Kohlenstoffdioxid. Beim Kältemittel R410A liegt der GWP mit 2088 deutlich höher, weshalb seit zwei bis drei Jahren vermehrt eine Umrüstung von Kälteanlagen auf das Kühlmittel R32 erfolgt.

Wenn Sie das Kältemittel R32 kaufen, sollten Sie bedenken, dass das Mittel brennbar ist. Daher eignet es sich nicht für die Befüllung großer Anlagen und kommt insbesondere in privaten Kälteanlagen und kleinen Büros zum Einsatz. Es gilt jedoch als schwer entflammbar und hat eine deutlich höhere untere Explosionsgrenze als beispielsweise Propan, das ebenfalls als Kältemittel für die Kühlanlage zur Anwendung kommt.

Wechsel Kältemittel - ein Fall für einen kompetenten Kühlanlage-Service

Bis zum Jahr 2030 soll möglichst jede Klimaanlage signifikant ökologischer laufen. Der Einsatz aller Kältemittel auf HFCKW-Basis soll auf maximal zehn Prozent sinken. Dadurch ist es nötig, viele der bisherigen Kältemittel durch R32 oder CO2 als Kältemittel zu ersetzen oder Propangas für die Klimaanlage zu verwenden.

Keinesfalls sollten Sie sich aus Kostengründen dazu hinreißen lassen, einfach loszuziehen und R32-Kältemittel zu kaufen oder Ihre Klimaanlage mit Propan zu füllen. Der Wechsel vom Kältemittel ist ebenso eine Sache für den Spezialisten wie die komplette Umrüstung von Kälteanlagen. Nur ein Fachmann verfügt über das Wissen, welche Kühlflüssigkeit für die Klimaanlage passt und welche Teile gegebenenfalls ausgewechselt werden müssen, damit anschließend alles zuverlässig und sicher läuft.

Kälte- und Klimatechnik Holger Putze GmbH hilft Ihnen, Ihre Klimaanlage ökologisch umzurüsten. Wir nutzen das vergleichsweise umweltfreundliche R449A, das sich sowohl für gewerbliche und industrielle Normal- und Tiefkühlanlagen als auch für Kühlhäuser und Lager sowie Kühl- und Tiefkühlzellen eignet.

Sie möchten mehr zum Wechsel des Kühlmittels in Klimaanlagen erfahren? Dann kontaktieren Sie uns noch heute. Wir beraten Sie gern.

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